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Mogeln | Bullshit Regeln und Spielanleitung

Mogeln ist ein Karten-Ablege-Spiel mit simplen Regeln. Der Sinn besteht darin diese Regeln zu umgehen und zu schummeln. Deswegen wird das Spiel häufig auch als Schummellieschen, Bullshit, Schwindeln, Lügen, Bescheißen, Betrügen oder Schummeln bezeichnet. Der Ursprung des Spiels ist unbekannt. Es wurde allerdings schon vor dem zweiten Weltkrieg gespielt.

Spieleranzahl: min. 3
Karten: 32er Blatt bei 3 Spielern, 52er bei 5 Spielern – erweiterbar / Romme- oder Skatblatt
Sonstiges: weiteres Blatt benötigt, bei mehr als 5 Spielern

Mogeln Spielregeln und Spielaufbau

Normalerweise werden Lügen und Betrügen nicht gerne gesehen. In diesem Kartenspiel geht es aber genau darum. Hier werden Lügen gebraucht, denn mogeln ist notwendig um dieses Ablegespiel zu gewinnen. Wirklich sinnvoll ist das Spiel erst ab drei Personen. Je mehr Spieler dazu kommen, desto mehr Spaß macht es, denn mit jedem Spieler mehr steigt auch die Spannung. Wird das Spiel zu dritt gespielt, dann reicht ein Kartenspiel mit 32 Blatt.

Für bis zu fünf Personen wird ein Spiel mit 52 Blatt gebraucht. Spielen mehr als fünf Personen mit, dann wird zu dem 52er- Kartenspiel noch ein weiteres Kartenspiel dazu geholt. Nachdem die Karten gemischt wurden, werden sie der Reihe nach, im Uhrzeigersinn, ausgeteilt. Ob das Spiel mit oder ohne Joker gespielt wird bleibt jedem selber Überlassen. Bekannt sind beide Varianten, wobei jedoch häufiger ohne Joker gespielt wird. Falls das Kartenspiel Joker enthält, so können diese als jede beliebige Karte eingesetzt werden. Das Kartenspiel wird so lange auf alle Spieler aufgeteilt, der Reihe nach immer eine Karte pro Spieler, bis keine Karten mehr übrig sind.

Der Spielverlauf

Wenn alle Karten an die Mitspieler verteilt wurden, dann beginnt der Spieler links vom Geber. Dieser legt eine Karte verdeckt ab und sagt dabei den Wert der Karte an. Ob dieser Wert auch der richtige ist bleibt dabei sein Geheimnis. Der nächste Spieler muss nun eine Karte, die den nächst höheren Wert besitzt, spielen. Allerdings ebenfalls verdeckt. Wenn also Spieler eins eine Karte mit dem Wert vier angibt, so muss der nächste Spieler eine Karte mit dem Wert fünf angeben.

Dabei kann er selber entscheiden, ob er diese Karte auch wirklich ablegt, oder ob er beispielsweise eine drei ablegt und mogelt. Die Rangfolge der einzelnen Karten zählt hier von unten nach oben, und ähnelt dem Ablegespiel Rommé. Die Zahlen haben den Zahlenwert, der auf der Karte steht. Die Rangfolge beginnt bei eins und sieht folgendermaßen aus: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, Bube, Dame, König, Ass.

Ziel von Bullshit

Ziel des Spiels ist es, alle Karten von der Hand zu bekommen. Da allerdings nicht immer die geforderte Karte auf der Hand ist muss eben geschummelt werden. Karte und gesagter Wert stimmen dann nicht überein, wenn beispielsweise eine neun gefordert wird, aber eine sechs gelegt wird.

Erkennt jemand, dass ein Spieler mogelt, so klopft dieser auf den Tisch. Der Spieler muss seine Karte dann offen auf den Tisch legen. Hat der Spieler gemogelt, also einen anderen Wert genannt, als seine Karte hat, dann muss dieser den ganzen Stapel auf die Hand nehmen. Hat der Spieler allerdings die Wahrheit gesagt, dann muss derjenige den Stapel auf die Hand nehmen, der geklopft hat.

Eine weitere Variante

Es ist auch möglich das Kartenspiel nicht nach den Werten, sondern nach den Farben der Karten zu spielen. Hierbei wird der erste Spieler eine beliebige Karte offen auf den Tisch legen. Nun wird der Reihe nach diese Figur, oder Farbe, von den anderen Spielern bedient, allerdings verdeckt. Auch hier muss die Figur, oder die Farbe angesagt werden.

Ob diese Karte sich dann auch tatsächlich dahinter befindet müssen die Mitspieler herausfinden. Hat ein Mitspieler die Vermutung, dass geschummelt wird, so äußert er dieses ebenfalls durch ein Klopfen. Die letzte Karte wird dann aufgedeckt, um zu gucken, ob der Spieler geschummelt oder die Wahrheit gesagt hat.

Hatte der Klopfer mit seiner Vermutung recht, dann muss der Spieler alle Karten aufnehmen. Hat der Spieler allerdings die Wahrheit gesagt, so muss der Klopfer den gesamten Stapel aufnehmen. Auch hier ist es Ziel des Spiels als erstes alle Karten abzulegen. Wichtig ist zu beachten, dass die letzte Karte angesagt werden muss. Wird das vergessen, dann darf diese letzte Karte in der nächsten Runde nicht abgelegt werden. Es muss eine Strafkarte von den Karten auf dem Tisch gezogen werden.

Ein zufälligerer Verlauf

Wer das Spiel schon öfter gespielt hat und Übung hat, der kann das Spiel etwas zufälliger gestalten, indem einige der Karten aus dem Kartenstapel, bevor das Spiel beginnt, verdeckt beiseite gelegt werden. Werden mit 104 bis 110 Karten gespielt, so kann dieser verdeckte Haufen aus 10 bis 20 Karten bestehen. Der Spieler, welcher nun dran ist kann jetzt überlegen, ob er eine Karte von der Hand spielt, oder eine Karte vom Stapel nimmt, um so nicht Schummeln zu müssen. Die Runde geht dann mit dem nächsten Spieler weiter. Auch hier ist es wichtig die letzte Karte anzusagen, da sonst eine Strafkarte gezogen werden muss.

Ähnliche Spiele

Das Spiel „Mogeln“ ähnelt einigen anderen Ablegespielen wie beispielsweise Romme. Hierbei ist das Ziel immer alle Karten von der Hand zu legen. Das einfachste dieser Ablegespiele ist MauMau, bei dem jeder Spieler zu Beginn fünf Karten erhält. Die anderen Karten werden als Stapel verdeckt in die Mitte gelegt. Der Geber nimmt von dem Stapel die oberste Karte und legt sie offen daneben.

Der Spieler links vom Geber beginnt das Spiel, indem er eine Karte vom Stapel zieht und entweder eine Karte mit der gleichen Farbe und Muster ablegt, oder indem eine Farbe mit dem gleichen Wert, aber anderem Muster gelegt wird. Ein Joker kann jede Karte ersetzen.

Einige extra Regeln machen das Spiel spannender. So gilt die Acht als Aussetzkarte – der nächste in der Runde muss also eine Runde aussetzen. Wird die Sieben gelegt, so muss der nächste in der Runde sich zwei Karten vom Stapel ziehen, außer er hat ebenfalls eine Sieben. In dem Fall muss der Spieler danach gleich vier neue Karten vom Stapel ziehen. Die letzte Karte muss angesagt werden. Gewonnen hat, wer keine Karten mehr auf der Hand hat und MauMau ruft.

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