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Pool Billard Spielregeln

Poolbillard stellt eine Variante des Billardspiels dar. Beim Poolbillard spielen werden mit einem weißen Spielball den Spielregeln entsprechend farbige Objektbälle in sechs Taschen gespielt (eingelocht). Dabei wird der Spielball als einzige Kugel mithilfe des Queues gespielt, wobei die Spieler der Reihe nach je eine Aufnahme haben. Gelingt es dem Spieler nicht, in einem Stoß eine Kugel regelgerecht einzulochen, ist die Aufnahme beendet.

Der Poolbillard-Tisch

Gemäß dem international festgelegten Standard ist der beim Poolbillard verwendete Billardtisch neun Fuß groß und verfügt über eine genormte Spielfläche von 2,54 x 1,27 Meter. Der Anstoß erfolgt aus dem Kopffeld heraus, das sich im ersten Viertel der Fläche befindet,auf der auch in der Mitte der Kopflinie der Kopfpunkt liegt. Danach schließt sich die Mittellinie mit dem Mittelpunkt an. Im unteren Viertel des Tisches liegen Fußpunkt und Fußlinie. Je Bande wird durch die wegen ihrer Form so genannten Diamanten in gleich große Abschnitte unterteilt.

Die Spielkugel

Beim Poolbillard Spiel wird die Billardkugel auch als Billardball bezeichnet. Beim Spiel werden Spielbälle, die nur mit dem Queue berührt werden dürfen, von den Objektbällen, die nicht mit dem Queue berührt werden dürfen, unterschieden. In den verschiedenen Disziplinen des Poolbillards kommen Bälle unterschiedlicher Größe und Farbe zum Einsatz.

Der Poolbillard-Ballsatz

Beim Poolbillard Spiel werden durchnummerierte und farblich genau festgelegte Kugeln verwendet. Der Ballsatz besteht aus einem weißen Spielball und 15 farbigen Objektbällen. Eine zum Poolbillard spielen verwendete Kugel verfügt über einen Durchmesser von 57,2 Millimetern und wiegt 170 Gramm. Objektkugeln mit den Nummern von 1 bis 8 werden auch als Volle bezeichnet, während Kugeln mit den Nummern von 9 bis 15 als Halbe gelten, da sie nur zur Hälfte eingefärbt sind. Den Nummern der Spielbälle sind entsprechende Farben zugeordnet: 1/9 = Gelb, 2/10 = Blau, 3/11 = Rot, 4/12 = Lila oder Pink, 5/13 = Orange, 6/14 = Grün, 7/15 = Braun und 8 = Schwarz.

Der Spielball ist stets weiß oder weiß mit roten Punkten. Farblich bestehen Unterschiede zwischen den herkömmlichen Kugelsätzen und den im Fernsehen verwendeten TV-Satz, bei dem die Farben etwas intensiver ausfallen, um  besser erkennbar zu sein. Spielbälle, die mit roten Punkten gekennzeichnet sind, lassen den Zuschauer den verwendeten Effet besser erkennen.

Die weiße Spielkugel muss sich von den anderen bunten Kugeln unterscheiden, denn der Pool-Billard-Automat mit Münzeinwurf gibt diese Kugel bis zuletzt immer wieder heraus.

Deshalb ist die weiße Spielkugel auch größer als die Objektkugel und verfügt über einen Durchmesser von 60,2 Millimetern. Kleinere und größere Kugeln fallen beim Rollen zwischen zwei Rollkanten des sich aufweitenden Schlitzes an verschiedenen Stellen nach unten. Eine Kugel mit Eisenkern wird durch die Magnetkraft an einer Weiche auf eine Seite gezogen.

Der Queue beim Poolbillard Spiel

Mit dem Begriff Queue ist der Spielstock gemeint, mit dem beim Poolbillard Spiel der Spielball gestoßen wird. Der aus dem Ober- und dem Unterteil bestehende bestehende Queue wird seit der Mitte des 18. Jahrhunderts bereits beim Poolbillard Spiel verwendet. Bei Vereinsspielen wird zusätzlich zur Spielqueue ein dreiteiliger Anstoß- oder Breakqueue verwendet. Beim Break- oder Jumpqueue ist das Unterteil nochmals geteilt. Das dicke Unterteil lässt sich abschrauben und dadurch auf einem Meter verkürzen, damit Sprünge über Hindernisbälle ermöglicht werden können.

Profi-Tipp: Vor dem Spiel wird auf die Pomeranze an der Queuespitze die Billardkreide aufgetragen. Dadurch ist eine bessere Haftung zwischen Spielball und Pomeranze gewährleistet. was vor allem beim Spiel mit Effet wichtig ist.

Allgemeine Poolbillardregeln

Bei allen Poolbillardarten gilt die Regel, dass eine Kugel nach der Karambolage versenkt werden oder eine Bande anlaufen muss. Springt eine Kugel vom Tisch, wird dies als Foul gewertet. Durchstoßen ist nicht gestattet. Es zählt als Durchstoß, falls der Spielball durch die Queuespitze zum zweiten Mal getroffen wird oder diese beim Kontakt mit dem Objektball den Spielball berührt. Dies passiert beispielsweise bei einem zu nahe am Objektball liegenden Spielball. Berührungen der Kugeln oder Stöße sind nicht gestattet, falls noch Kugeln in Bewegung sind. Von dieser Regel ist auch das Rotieren um die eigene Achse betroffen, auch wenn dabei die Kugel nicht die Position verändert.

Die Kugeln dürfen beim Poolbillard Spiel ausschließlich mit der Queuespitze berührt werden. Ein nicht korrekter Stoß wird als Foul gewertet und je nach Disziplin auf unterschiedliche Weise geahndet.

Die Disziplinen

Poolbillard wird in unterschiedlichen Disziplinen gespielt. Die allgemeinen Spielregeln für Poolbillard gelten für alle Disziplinen. Die Spieler unterscheiden sich in vielen Details ebenso voneinander, wie durch die Spieltaktiken und der Behandlung der Fouls.

Zu den wichtigsten Disziplinen, die Bestandteile der offiziellen Ligadisziplinen in der deutschen Billardunion sind, zählen: 8-Ball, 9-Ball, 10-Ball, 14.1 endlos (Straight Pool). Außerdem existieren weitere Disziplinen im Poolbillard, beispielsweise 3-Ball, Bank Pool, Artistic Pool, Blackball, Cribbage Pool, High Run, Kelly Pool, One Pocket und Rotation.

8-Ball Regeln und Spielzüge

Bei der 8-Ball Variante des Poolbillard Spiels werden alle fünfzehn Objektbälle und ein Spielball verwendet. Dabei sind die Kugeln mit den Nummern von eins bis sieben komplett farbig und werden deshalb als die Vollen bezeichnet. Bei den Kugeln von neun bis fünfzehn ist jeweils nur ein Streifen farbig bemalt und der Rest in Weiß gehalten, weshalb diese auch die Halben genannt werden. Zunächst versuchen beide Spieler,

ihre Farbgruppe komplett zu lochen. Erst danach darf die schwarze Acht versenkt werden. Eine korrekte Ausführung bedeutet den Gewinn des Spiels. Da 8-Ball ein Ansagespiel ist, muss im Zweifelsfall angesagt werden, welche Kugel in welche Tasche fallen soll. das Break stellt dabei die Ausnahme dar. Im Amateuerbereich ist 8-Ball die beliebteste Spielvariante, die auch in Billard-Salons und Gaststätten am häufigsten gespielt wird.

9-Ball

Mit den ersten neun durchnummerierten Objektbällen sowie einem Spielball wird 9-Ball gespielt. Alle Kugeln werden vor dem Break rautenförmig angeordnet. Beim diesem Spiel muss die Kugel mit der niedrigsten Zahl bei einem Stoß zuerst angespielt werden. Der Gewinner des Spiels ist derjenige, dem es gelingt, die Kugel Nummer 9 zuerst korrekt zu lochen. Dabei ist es gestattet, eine Kugel, die noch nicht an der Reihe ist, zu lochen, solange der Spieler die Objektkugel mit der niedrigsten Zahl angespielt hat (Kombination). Da 9-Ball kein Ansagespiel ist, sind Zufallstreffer erlaubt. Allerdings gibt es keine Sicherheitsansagen, weshalb der Spieler nach einem Zufallstreffer am Tisch bleiben muss. 9-Ball wird häufig bei Turnieren gespielt, da es bei diesem Spiel um Schnelligkeit geht.

14 und 1 endlos

Beim 14 und 1 endlos (Straight Pool) gehören fünfzehn Objektbälle und ein Spielball zum Set. Bei diesem Punktespiel sind die Spieler bestrebt, eine bestimmte Punktzahl zu erreichen. Es ist gestattet, jeden beliebigen Objektball zu versenken, was mit einem Punkt belohnt wird. Ein Foul wird mit einem Punkt Abzug geahndet. Drei aufeinander folgende Fouls bedeuten einen Punktabzug von 15 Punkten. Bei diesem Spiel sind auch negative Punkte möglich. Der Spielname 14 und 1 endlos ist aus dem Versenken der 14 Objektbälle entstanden. Dabei bleibt zum Schluss ein Ball übrig und dann wird das Rack wiederaufgebaut, während der Platz auf dem Fußpunkt frei bleibt. Danach geht das Spiel weiter. Der übrig gebliebene Objektball liegt in einer Position, dass er anschließend versenkt und gleichzeitig das Rack gelöst werden kann, um das Weiterspielen zu ermöglichen. Dadurch besteht die Möglichkeit, durch eine einzige Aufnahme bereits das Ausspielziel zu erreichen. Im Gegensatz zum 8-Ball gibt es bei 14 und 1 keine Ausnahmeregel für das Break. Deshalb werden in dieser Disziplin häufig Sicherheitsanstöße ausgeführt. 14 und 1 ist ein Ansagespiel.

3-Ball

Beim 3-Ball werden die drei durchnummerierten Objektbälle zu Beginn im Dreieck aufgebaut. Das Ziel des Spiels besteht darin, mit einer möglichst geringen Anzahl von Stößen alle drei Kugeln in der richtigen Reihenfolge zu lochen. Dabei wird für jeden Stoß, auch für den Anstoß, ein Punkt vergeben. Beim 3-Ball gibt es im Gegensatz zu anderen Disziplinen keinen Aufnahmenwechsel.

10-Ball

Die 10-Ball Spielvariante wird mit einem Spielball sowie den ersten zehn durchnummerierten Kugeln gespielt. Die Kugeln müssen, ähnlich wie beim 9-Ball, in aufsteigender Reihenfolge ausgespielt werden. Allerdings muss beim 10-Ball im Zweifelsfall vor jedem Stoß eine Ansage erfolgen, welche Kugel in welches Loch gespielt wird. Die Zufallskomponente, die im 9-Ball Spiel vorhanden ist, wird bei dieser Spielvariante deutlich reduziert. Wem es gelingt, die Kugel mit der Nummer 10 nach einer Ansage mit einem korrekten Stoß zu versenken, hat das Spiel gewonnen.

One Pocket

Fünfzehn Objektbälle und ein Spielball kommen beim One Pocket zum Einsatz. Jede Kugel zählt, ähnlich wie beim 14/1 einen Punkt. Es gibt keinen Unterschied zwischen den einzelnen Kugeln. Für jeden Spieler zählen nur die Bälle, die sein vorher festgelegtes Loch fallen. Zu Beginn des Spieles wirf festgelegt, welcher Spieler seine Kugeln in welches Loch zu versenken versucht.

Artistic Pool

Artistic Pool zählt zu den besonderen Spielarten des Poolbillards und ist von originellen und nicht durchführbar scheinenden Kunststößen geprägt. Das Ziel dieser Spielvariante besteht darin, vorgegebene Stöße aus einem Katalog zu erzielen. Für die Ausführung eines Stoßes hat jeder Spieler drei Versuche. Die volle Punktzahl wird jedoch nur dann vergeben, wenn der erste Versuch erfolgreich war. Abhängig vom jeweiligen Schwierigkeitsgrad werden für jeden Stoß zwischen sechs und zehn Punkten vergeben.

Bank Pool

Ein Spielball und entweder neun oder fünfzehn Objektbälle zählen zur Ausstattung beim Bank Pool. Bei dieser Spielvariante darf jeder Ball ausgespielt werden, der allerdings über Bande gelocht werden muss. Das bedeutet, der Objektball muss zunächst in die Bande gespielt werden und prallt anschließend von dieser ab und rollt in Richtung Loch. Dadurch unterscheidet sich Bank Pool von allen anderen Poolbillard Disziplinen.  Bank Pool ist ein Ansagespiel, dessen Name sich vom englischen Wort Bank als Bezeichnung für den deutschen Begriff Bande ableitet.

Rotation

Diese Spielvariante wird mit einem Spielball und allen fünfzehn Objektbällen gespielt, wobei jeweils die Kugel mit der niedrigen Nummer angespielt werden muss, ähnlich wie beim 9-Ball. Allerdings muss vor dem Lochen nicht angesagt werden. Die Punkte, die für eine regelgerecht gelochte Kugel vergeben werden, entsprechen deren Nummer. Der Gewinner ist der Spieler, der zuerst 61 von 120 möglichen Punkten erzielt. Zu Beginn des Spiels werden die Kugeln in einem Dreieck aufgebaut, wobei die 1 vorne, die 2 an der linken, die 3 an der rechten Ecken und die 15 in der Mitte des Dreiecks liegen. Der Spieler muss direkt beim Eröffnungsstoß eine Kugel versenken oder die Kugel Nummer 1 anspielen und gleichzeitig mindestens vier Kugeln einer Bande anlaufen lassen.

Hausregeln beim Poolbillard Spiel

Da Poolbillard ein sehr beliebtes Spiel in Gaststätten und Kneipen ist, bildeten sich im Laufe der Jahre regelrechte Hausregeln, von denen einige auch zu den offiziellen Spielregeln zählen. Manche Varianten beinhalten unterschiedliche Änderungen von Turnierregeln. Dazu zählen beispielsweise bestimmte Aufbauregeln hinsichtlich Nummern oder Farbsymmetrien. Die Bestimmung der Farbzuteilung beim 8-Ball schon durch versenkte Kugeln beim Anstoß sowie das Spiel ohne Ankündigung der Stöße. Verschiedene Formen der Fouls oder ungültiger Stöße, wie ein zusätzlicher Strafstoß für den Gegner oder der Anstoß aus dem Kopffeld des Tisches. Nur eigene Kugeln, die sich jenseits der Mittellinie befinden, dürfen beim Anstoß aus dem Kopffeld des Tisches ausgespielt werden. Durch die Hausregeln wird auch die Erlaubnis an der Bande liegender Kugeln eine Queuebreite abzurücken, festgelegt. Oft werden indirekte Stöße in Richtung der Kugeln des Gegners werden nachdem der Spielball die Bande berührt hat, nicht als Foul gewertet.

Beim 8-Ball ist es verpflichtend, die schwarze Kugel in die gegenüberliegende Tasche der letzten versenkten normalen Kugel oder auch in dieselbe Tasche zu spielen. Locht ein Spieler beim Break im 8-Ball Spiel die schwarze Kugel, hat er das Spiel gewonnen.  Diese Varianten zählen nicht zu den offiziellen Spielregeln der Sportart Poolbillard und werden regional unterschiedlich gehandhabt.

Cutthroat

Bei der Spielvariante Cutthroat werden die Spielbälle in drei verschiedene Gruppen unterteilt: Objektbälle von 1 bis 5, 6 bis 10 und 11 bis 15. Jeder Spieler wählt vor dem Spiel aus einer der drei Gruppen seine Spielkugeln aus. Das Ziel des Spiels besteht ausschließlich im Versenken der gegnerischen Kugeln. Falls ein Spieler keine oder keine eigenen Kugeln versenkt, erhält der nächste Spieler Anstoß. Sind keine Kugeln eines Spielers mehr am Tisch, scheidet er aus und die beiden anderen Spieler spielen weiter. Der Spieler, der am Schluss noch Kugeln am Tisch hat, gewinnt das Spiel.

Trillard

Trillard stellt eine Variante des 8-Ball zu dritt dar, dessen Ziel im Versenken der eigenen 4 Kugeln besteht, um danach mit dem Versenken der schwarzen 8 das Spiel siegreich zu beenden.

 

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